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Die Macht der inneren Bilder

Hüther Gerald, Vandenhoeck Ruprecht GmbH Co.KG, Göttingen, 2004, 2006 3. Auflage

In der Gehirnforschung gelingen nach und nach immer mehr Beweise, dass unsere Annahme "wie innen - so außen" ihre Gültigkeit hat. Gerald Hüther hat es sich als Neurobiologe mit diesem Buch zur Aufgabe gemacht, diese wichtigen Erkenntnisse für jedermann lesbar, das heißt also auch verstehbar zu gestalten.

Der Inhalt birgt hoch philosophische Denkansätze und insofern bietet das Buch total spannende Geschichten zum Weiterdenken. Es versucht bei der Wichtigkeit innerer Bilder für uns Menschen einen Bogen zu spannen zwischen dem kleinsten Bestandteil des Lebens ( denken Sie dabei noch kleiner als die Zelle, noch kleiner als die Gene!) bis hin zum Universum, vom ersten Augenblick des Lebens auf unserer Erde bis zur Jetztzeit, ja sogar bis hin zur möglichen Zukunft:

Innere Bilder zu erzeugen ist auch Trainingssache - wer also wird in Zukunft die großen, die Menschheit vorantreibenden Visionen haben, wenn unsere Kinder mit Reizüberflutungen der mannigfaltigen Art leben und so verlernen, innere Bilder entstehen zu lassen? Ihnen zu folgen?

Es darf nicht wundern, wenn dieses Büchlein mit 135 Seiten auskommt: Zu gewaltig der Themenkomplex. Es kann also nur ein Nahebringen von großen Überschriften sein. Versuche, diese schwierigen biologischen Vorgänge zu erklären, bleiben ebenso aus wie bildhafte Beispiele. Manche Idee verläuft angesichts dieses schwierigen Vorhabens im Sand, der rote Faden geht mir va. gegen Schluss des Buches ab. Außerdem empfinde ich diesen ein wenig zu egozentriert im Denken und pathetisch.

Trotzdem ein absolut lesenswertes Buch zur persönlichen Horizonterweiterung. Den Hunger nach wissenschaftlichen Exkursen jedoch lässt es ungestillt, macht aber Lust auf mehr. An dieser Stelle beginnt für mich sehr schmerzlich eine Empfehlungsliste für weiterführende Literatur zu fehlen...


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